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4. Mai um 19.30 Uhr (Einlass ab 19.00 Uhr)
„Der Vogel, scheint mir, hat Humor”
Eine amüsant-satirische szenische Lesung mit
Jürgen Wegscheider und Markus Maria Winkler


Nach dem bekannten Zitat von Wilhelm Busch erörtern
die beiden Münchner Schauspieler Jürgen Wegscheider
und Markus Maria Winkler in ihrer gleichnamigen
szenischen Lesung auf humoristische Art und Weise die
alltäglichen Schwächen und Stärken sowie die
Gegensätze des Menschen. Dabei ergeben sich skurrile
Situationen und Geschichten, die sich unter anderem mit
den Fragen auseinander setzen: Wie kommt ein Einhorn
in den Garten ? Was hat es mit dem Halley´schen
Kometen auf sich ? Wo kommen die Löcher im Käse
her ? Schaller oder doch Schiller ? Und was verbirgt
sich eigentlich hinter dem Begriff WC ? Antworten
fanden sie bei zahlreichen Autoren wie Alexander Roda
Roda, Manfred Kyber, Joachim Ringelnatz, Christian Morgenstern, Wilhelm Busch, Kurt Tucholsky
bis hin zu dem Wiener Original Graf Bobby.
Turbulente Geschichten, feinsinnige Verse und skurrile Pointen sind garantiert und der Zuschauer
wird sich in manchen charakterlichen Eigenschaften der dargestellten Figuren durchaus wieder
finden.
Jürgen Wegscheider absolvierte seine Ausbildung an der Schauspielschule Zerboni in München.
Nach Engagements in Frankfurt/Main spielte er beim Südbayerischen Theaterfestival und in
München im Theater Blaue Maus. Auch bei den bekannten Opernbayern unter der Leitung von
Johanna Wolff von Schutter war er mit von der Partie. Mit seinem Kurt Tucholsky - Programm Der
Löw´ ist los mit Musiker István Galus ist er im gesamten deutschen Sprachraum unterwegs. Zum
200. Geburtstag von Franz Liszt entstand gemeinsam mit dem Pianisten Paolo Tatafiore das
Gesprächskonzert Franz Liszt und Italien.
Markus Maria Winkler spielte sofort nach seiner Ausbildung an der Schauspielschule Zerboni in
München beim Südbayerischen Theaterfestival unter der Intendanz von Cordula Trantow große
Rollen in den Stücken Romeo und Julia, Ein Sommernachtstraum, Der Besuch der alten Dame,
Jedermann. Danach gastierte er mit dem Tourneetheater DAS ENSEMBLE mit Ellen Schwiers an
den großen Bühnen im deutschsprachigen Raum. Sein durchschlagender Erfolg war die Darstellung
des Thomas in dem Stück Martha Jellneck, wofür Ellen Schwiers und das Ensemble bei der
INTHEGA den ersten Preis erhielten.

 

 

22. Juni um 19.30 Uhr (Einlass ab 19.00 Uhr)
Fado Sul - Amália -


Mit Daniela Bauer, Luís Maria Hölzl und Henrique Rebouças
Im Süden (port.: sul) Europas liegt Lissabon, und nur
in dieser faszinierenden Metropole,
einem Schmelztigel, wo Portugiesen mit Reisenden
aller Länder in ständigem Austausch leben, konnte
eine urbane Musik entstehen, die verschiedenste
musikalische Einflüsse zu einer solch vollkommenen
Verbindung bringt, dass ein neuer, ureigener Stil
entsteht – der Fado.
Im Süden Deutschlands leben Daniela Bauer, Luís Hölzl und Henrique Rebouças, die
sich als FADO SUL dieser faszinierenden Musik verschrieben haben. Sie interpretieren den Fado in
der klassischen Besetzung:
Die silbrig glitzernden Melodielinien der Guitarra Portuguesa Luís Hölzls umspielen in immer
neuen, virtuosen Wendungen den dunkel volltönenden Sopran von Daniela Bauer. Der
brasilianische Wahlmünchner Henrique Rebouças verleiht an der klassischen Gitarre dieser intimen
Zwiesprache ihr harmonisches und rhythmisches Fundament.
Ihr neues Programm „Amália“ ist eine Verbeugung vor der größten Fadosängerin der Geschichte,
Amália Rodriguez. Im Laufe ihrer unvergleichlichen Karriere erweiterte Amália das Repertoire der
traditionellen Fados durch speziell für sie geschriebene Neukompositionen, die heute noch zu den
populärsten und musikalisch anspruchsvollsten zählen, und durch Einbeziehung spanischsüdamerikanischer
Coplas und brasilianischer Chorinhos erweitert wurden.
Ihrem Beispiel folgend präsentieren FADO SUL auf ihre eigene Weise einen Konzertabend, der die
ganze emotionale Bandbreite der Saudade ergründet, vom Schmerz der Trennung bis zur Freude an
der Sehnsucht.
Gegründet haben die Musiker FADO SUL während des Musikstudiums, und ihre profunde
klassische Ausbildung ist es, die ihnen einen individuellen Zugang zur Welt des Fados ermöglicht
hat. Denn der Fado ist noch immer eine Musik, die weitgehend mündlich überliefert wird, was dazu
geführt hat, dass sie außerhalb Portugals äußerst selten aktiv ausgeübt wird, ungeachtet ihrer
internationalen Popularität.
FADO SUL eigneten sich den besonderen Interpretationsstil der Fadistas anfangs mithilfe
minutiöser Transkriptionen der Tonaufnahmen von Amália Rodrigues an, um ausgehend von dieser
Erfahrung einen eigenen Stil zu entwickeln. Zudem konnte Luís Hölzl, der selbst portugiesische
Wurzeln hat, seine Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit Größen der portugiesischen Fado-
Szene wie Cristina Branco und Bernardo Couto einbringen. Ein Höhepunkt waren im Herbst 2014
die Auftritte von Daniela Bauer und Luis Hölzl zusammen mit Matilde Cid und Manuel Marçal in
der „Casa da Mariquinhas“, einem der berühmtesten Fadolokale Lissabons.

1. Juni um 19.30 Uhr (Einlass ab 19.00 Uhr)
Verena Richter begleitet von
Maruan Sakas am Klavier und Stefan Noelle am Schlagzeug


Blasen vom Tuten
Saxophon, Klavier, Schlagzeug, Mundwerk
Als Grenzgänger bezeichnen sich viele, auf Verena Richter alias Die
Frau mit dem Täkst trifft diese Bezeichnung wirklich zu. Da sie weder
vom Schreiben noch von der Musik lassen konnte, macht sie an diesem
Abend einfach beides: Sie tönt und täkstet. Neben Werken der
klassischen Saxophonliteratur, spielt sie eigene Stücke und liest
Gedichte und Geschichten, allesamt aus rein philologischem
Anbau. Begleitet wird sie von Maruan Sakas am Klavier und Stefan
Noelle am Schlagzeug.
Verena Richter alias Die Frau mit dem Täkst aus München wurde
geboren und aufgewachsen. Rhapsodische Aufenthalte an der
Hochschule für Philosophie, der Deutschen Journalistenschule und dem
Conservatorio G. Rossini / Italien. Konzerte führten sie durch
Deutschland, Griechenland und ganz Italien. Ihre Täkste präsentierte sie
bereits u.a. im Lustspielhaus München, dem Passauer Scharfrichterhaus
oder im Berliner Buchhändlerkeller. Der Bayerische Rundfunk widmete
ihr eine Programmstunde in der Sendung U21, ihre Dinggedichte erschienen wöchentlich in der
Süddeutschen Zeitung. Als Stipendiatin von Yehudi Menuhin Live Music Now gab sie über 120
Konzerte u.a. in Gefängnissen, Krankenhäusern und Schulen. Neben zahlreichen belanglosen
Auszeichnungen ist Verena Richter erste und bislang einzige Preisträgerin des von ihr gestifteten
Wuppie-Trinkwurst Preises.
»Unerhörte Virtuosität, oder unerhörte Interpretation oder auch unerhörte Musik wird bei einem
Aufsehen erregenden Konzert gerne gesagt und geschrieben, aber so sehr wie beim Abend von
Verena Richter [...] treffen diese Bezeichnungen für begeisternd Außergwöhnliches nur selten zu.«
– Süddeutsche Zeitung
»Verena Richter ist eine Dichterin [...], die ihr ausgeprägtes Sensorium für die Zartheit der Dinge in
lyrische Kleinode zu verwandeln vermag.«
– Süddeutsche Zeitung
»Verena Richter [...] kann aus scheinbar unbedeutenden, alltäglichen Begebenheiten Geschichten
machen. Mit unbewegter Miene und abgründigem Witz.«
– Süddeutsche Zeitung

13. Juli um 19.30 Uhr (Einlass ab 19.00 Uhr)
LULU UND DIE ANDEREN
- Frank Wedekinds Frauen und die Bohème -


Szenisch-musikalische Lesung von und mit
Cornelia Bernoulli - Idee, Textauswahl und Konzeption -
und Bruno Hetzendorfer - Musikkonzept
Ein rasanter Bilderbogen mit Gedichten, Liedern, Szenenausschnitten,
Tagebucheinträgen und Briefen des Dramatikers, Schriftstellers, Kabarettisten
und Schauspielers Frank Wedekind. Ergänzt und erweitert mit Zeugnissen und
Zitaten verschiedener Zeitgenossen – insbesondere von Frauen aus seinem
Leben.
„Von allen Seiten lachen dem Menschen Lust und Freude, Vergnügung und
Ausgelassenheit entgegen. Er greife zu, denn die Zeit ist kostbar, er geniesse,
solange er zu geniessen hat, und lasse sich nicht stören.“ So schreibt Frank
Wedekind (24. Juli 1864 – 9. März 1918) in einem Schulaufsatz. Und dann
macht er Schluss mit den sexuellen Tabus seiner Zeit. So radikal, dass es
Skandale gibt, wenn seine Stücke aufgeführt werden. Meistens sind sie ohnehin
von der Zensur verboten. Seine provokanten Texte für die satirische Zeitschrift
„Simplicissmus“ bringen ihn sogar ins Gefängnis. Zeitlebens bleibt Wedekind
umstritten. Auch wenn er in seinen Angriffen auf die Verlogenheit der
Bourgeoisie und auf ihre Doppelmoral immer wieder ausgebremst wird, der
Wegbereiter einer freieren Gesellschaft mit liberaler Pädagogik, der Kämpfer für
Vorurteilslosigkeit gegenüber Erotik und Sinnenfreude setzt sich schliesslich
durch: „Lulu“, „Frühlings Erwachen“ und „Franziska“ tauchen regelmässig in
den Theaterspielplänen auf und zünden auch heute noch.
Auf der einen Seite das mit bitterem Humor ironisch überzeichnete Panoptikum
von Spiessern, Zirkusartisten, Heuchlern, Karrieristen und Profiteuren. Auf der
anderen Seite die von verlogener Moral freie, erotische, manchmal auch naive
junge Frau, das „schöne, wilde Tier“. Der Bohémien suchte und fand seinen bevorzugten
Frauentypus im Milieu der Bohème, des Zirkus, des Varietés und der Bordelle, aber auch bei einer
„erotischen“ und einer „philosophischen“ Tante und später in seiner jungen Ehefrau, der
Schauspielerin Tilly Newes. Bühne und Leben, bei Wedekind verschmolz alles ineinander. Immer
spektakulär, oft hoch dramatisch. In Wedekinds Werk spiegeln sich viele Facetten seiner
Persönlichkeit. Und seine Frauen wurden Modelle für schillernde Bühnenfiguren.
Cornelia Bernoulli war nach ihrer an der Folkwang Hochschule in Essen abgeschlossenen
Schauspielausbildung an mehreren Theatern in Deutschland beschäftigt. Seit 1985 lebt und arbeitet
die gebürtige Baslerin in München als Schauspielerin, Sprecherin und Autorin. Sie gastiert an
verschiedenen Bühnen und ist hin und wieder in TV-Produktionen zu sehen.
Der gebürtige Wiener Dr. Bruno Hetzendorf lebt als Sänger, Schauspieler, Regisseur und
Komponist in München. Er unterrichtet Stimmbildung und ist Dozent für Rhetorik an der
Hochschule für Philosophie in München. Daneben spielte er in mehreren Fernsehserien mit.
Mit freundlicher Unterstützung der RICHARD STURY STIFTUNG

SOMMERPAUSE im AUGUST und SEPTEMBER!!

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